5 FRAGEN an RALPH RALPH / BUZZ RODEO

Am 24.02. 2018 steht ein Konzert mit Jancee Pornick Casino
(Surf Beat / Garage-Rock, aus Köln) und Buzz Rodeo (Noise-Rock / Art-Punk, aus Stuttgart) im Soziokulturellen Zentrum Zora e.V. in Halberstadt an.

Ich hatte ein paar Fragen an Ralph Ralph von Buzz Rodeo.

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Was bedeutet der Name Buzz Rodeo, oder wofür steht der Name?
Hahaha witzig, dass du mich das fragst!
Buzz Rodeo hat eigentlich keine richtige Bedeutung.
Es handelt sich um eine reine Interpretationssache des Betrachters.
Wie es eben so ist, man gründet eine Band und sucht einen Namen.
Ich hatte Vorschläge bei denen das Wort „Rodeo“ beinhaltet war
und unser damaliger Bassist hatte das Wort „Buzz“ in die Runde geworfen.
Daraus wurde dann innerhalb kürzester Zeit Buzz Rodeo geboren.
Und seit dieser Zeit wird Buzz Rodeo in die Welt verschickt über Facebook,
Radio und allerlei Printmedien und Blogs und natürlich auch Live!

Buzz Rodeo ist ein Trio, wer steckt hinter den Musikern?
Unsere aktuelle Besetzung ist Daniela Schübel am Bass, Helge Gumpert an den Schlagstöcken und der liebe anonyme Geist an der Gitarre und Vocals – Ralph Ralph.

Warum klingt euer Sound so amerikanisch, oder wie würdest du
euren musikalischen Stil beschreiben?
Eigentlich liegen, speziell meine Wurzeln, eher in der englischen Musikgeschichte.
John Peel BBC London hören im alten Daimler meines Opas, nachts von 23 – 24 Uhr.
Noise Pop, New Wave, Post Punk, C 86, Bands wie Inca Babies, Gang Of Four, A Witness, Joy Division, Big Flame, The Fall, Ausgang, Undertones, Birthday Party , AC Temple, Dubsex auch obskures Industrial Zeugs wie Zoskia, Test Department, Coil usw. Es gab zu dieser Zeit einen speziellen Plattenladen in Hamburg, „Ruff Trade“ denke ich, hieß er, der mich mit Platten belieferte.
Eines Tages sagte der Händler zu mir: „Probiere doch mal ein paar amerikanische Underground Bands aus. Da gibt es momentan so einige sehr gute Bands auf dem Markt.“ Gehört, gekauft und ein breites Grinsen über meinem Gesicht forderte nach mehr amerikanischem Input.
Das geschah ungefähr Anfang der 90 Jahre, Labels wie Touch and Go Records, Sub Pop, Noise Amphetamine Reptile Records, SST, Dischord aber auch sehr viele kleinere Labels wie Bovine Records, Grass Records, Sonic Bubblegum Records usw. hatten meine Aufmerksamkeit geweckt.
Es war ein riesiger Pool an Bands unterwegs die mich packten und weiter formten.
Und deswegen klingen wir auch so gar nicht nach Deutschland!

Habt ihr eine Bandphilosophie?
Die Huldigung der glorreichen 80/90er Jahre gemischt mit neuen musikalischen Einflüssen der Jetztzeit ist unser Motto. Noise Rock/Post Punk. Ein Konglomerat auf hoher Ebene. Kultstatus erreichen und den Noiserock Markt ein wenig aufmischen.
Grafische Meisterleistungen (Poster, Plattencover, Videos) verschiedenster Künstler aus allen Ecken der Welt.
Ein großartiges, polnisches Label „Antenna Krzyku Records“ an unserer Seite.
Und was für uns sehr wichtig ist – wir sind komplett D. I. Y. („Do It Yourself“ – eigenständig).
Wir haben aber gezielte Unterstützung durch unsere Label und unsere völlige Selbstbestimmung und die künstlerische Freiheit bleibt bestehen.
Markenzeichen Live: wir sind tierisch Laut und exzessiv!!!
so wie in den guten alten Tagen des Rock’n’Roll.

Wie verbreitet ihr eure Musik, welche Plattformen nutzt ihr
um Zuhörer zu erreichen?
Unsere Musik wird über Internet Blogs, Zeitschriften, Fanzines und natürlich speziell über Facebook verbreitet. Mund zu Mund Propaganda spielt auch eine wesentliche Rolle dabei. Und natürlich waren wir schon viel im Ausland auf Tour, z. B. United Kingdom, Belgien, Holland, Frankreich und Polen. Auch diese Jahr stehen ca 50 Konzerte im In und Ausland an. Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Holland, Tschechien und Polen gilt es zu beschallen. Videos auf YouTube runden das Gesamtpaket ab. Tonträger, T Shirts/CDs gibt es auf unserer eigenen Bandcamp-Seite zu kaufen.
https://buzzrodeo.bandcamp.com/

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BUZZ RODEO mit „COMBINE“

Was hat 6 Beine und knallt gut? Das Trio Buzz Rodeo ist wieder da, mit „Combine“, ihrem zweiten Album.

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Wie auch schon auf dem ersten Album rockt die zweite Platte mit „Cheap Trick“ unkompliziert los. Das Eingangsriff ist dermaßen zwingend, dass man gar nicht anders kann als mit dem Kopf losnicken.

Auf „Jordan Walk“ duellieren sich ein richtig sexy Bass und eine gehetzte Surfgitarre, angetrieben durch punktgenaue Drums. Dauernd möchte man beim Hören des Albums zur Luftgitarre greifen und imaginär auf ein Schlagzeug dreschen. Manchmal sind da diese kleinen Schlenker und Breaks, aber sonst wäre es ja kein Noise-Art-Punk, wie die Band selbst ihren Sound bezeichnet.

Insgesamt ist der Sound kompakter, irgendwie lauter, rauer und breitwandiger geworden. Der Gesang ist noch variabler als auf dem ersten Album, gebrüllt wird wenig beziehungsweise an der richtigen Stelle (höre: „Pride Parade“). Mit „Butchers Knife“, meinem persönlichen Lieblingssong vom Album, findet die Platte ein großartiges Ende, hier hört man, Leise und Laut passen gut zusammen.

Hier kann man das ganze Album hören und natürlich wahlweise als schönes Vinyl (wie immer mit einem einzigartigen Coin als Gimmick) oder als Digital-Download bestellen:

https://buzzrodeo.bandcamp.com/album/combine

MEINE LIEBLINGSPLATTE DES JAHRES: BUZZ RODEO mit „Sports“

Galerie

Eindeutig BUZZ RODEO mit „Sports“!!! Warum diese Platte hier? Weil ich mich mit ihr wieder zwanzig jahre jung fühle, als ich all die spannenden Noise-Bands anfang der Neunziger entdeckt habe 😀 Warum ich BUZZ RODEO noch vor KEN MODE und … Weiterlesen